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Valkyria Chronicles Remastered - Europa Edition

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Aspekt #2: Action!
Eine Vielfalt an Optionen allein ist allerdings nur die halbe Miete. Valkyria Chronicles geht noch einen Schritt weiter und verpackt den Strategie-Rollenspiel-Mix in ein Action-Gewand, das Nintendo 3DS-Besitzer aus Codename: S.T.E.A.M. bereits kennen. In jeder Runde hat der Spieler eine bestimmte Anzahl an CP zur Verfügung. Wird auf der Übersichtskarte eine Einheit ausgewählt, wird ein CP verbraucht. Binnen der CP-Runde des jeweiligen Charakters kann dieser eine bestimmte Strecke laufen, einmalig einen Ausrüstungsgegenstand einsetzen, und sich beliebig in der dreidimensionalen Karte umsehen. Anders als etwa bei Fire Emblem kann man nun bei Gefallen alle CP in ein und dieselbe Einheit investieren. Das heißt, dass womöglich ein Sniper zehn mal hintereinander schießen kann – könnte, wenn ihm nicht maximal drei Schuss im Magazin bereit stünden. Auch Handgranaten sind auf ein Exemplar pro Runde beschränkt. Zwar regeneriert sich Munition automatisch in jeder Runde, während einer laufenden Runde jedoch besteht ein Limit an entsprechenden Ressourcen. Feuerwaffen hingegen besitzen kein Munitionslimit. Dafür veringert sich pro CP-Verbrauch durch dieselbe Einheit deren Laufweg, sodass es sich schwierig gestaltet, mit einer einzigen Einheit das Feld aufzuräumen. Da der eigene Panzer sogar zwei CP auf einmal pro Aktion aufbraucht, will weise gewählt sein, was man mit wem anstellt. Und stets möglichst so, dass in der gegnerischen Runde nicht die eigenen Reihen gelichtet werden. Glücklicherweise gestaltet sich der Permadeath in Valkyria Chronicles etwas gnädiger als bei der Konkurrenz: Verliert eine Einheit alle Lebenspunkte, bleibt sie drei Runden lang liegen und kann durch bloßen Kontakt mit einer anderen Einheit vom Sanitäter abgeholt werden. Besteht auch nach drei Runden noch kein Kontakt oder aber berührt eine feindliche Einheit den eigenen Charaker, weitet sich dessen Tod auf alle Ewigkeit aus.

So sympathisch sich das Spiel auch präsentiert, so frustrierend kann die fehlende Fast Forward-Option sein, wenn man Missionen mehrmals wiederholen muss. Jedesmal darf man sich dann die gegnerischen Aktionen begucken, die oftmals nur aus aus einem „Shuffle, Shuffle“, das auf der Übersichtskarte angezeigt wird, bestehen. Dann sitzt man zwei, drei Minuten vorm Fernseher, legt den Controller beiseite und guckt ungeduldigt auf die Uhr. Grundsätzlich sollte man sich für die meisten Missionen wenigstens 45 Minuten an Zeit freimachen, wenn man eine Mission komplett spielen möchte. Zwar lässt sich jederzeit speichern, doch gerade in einem Strategiespiel, das von Aktion-zu-Aktion-Gameplay lebt, möchte man ungern rausgebracht werden.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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