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Tom Clancy´s The Division

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Ihr könnt die Stadt beinahe von Beginn an komplett frei begehen. Durch die Unterteilung in Sektoren, erkennt ihr dabei auch wie stark die Feinde in den jeweiligen Stadtteilen sind. Die Nachteile daran sind allerdings, dass die Laufwege oftmals deutlich zu lang sind und die Schnellreise nur zu bereits besuchten Safehouses und Einsatzorten möglich ist. Eine schnelles Transportmittel wäre hier äußerst komfortabel gewesen. Bei den Safehouses handelt es sich um kleine Knotenpunkte, in denen ihr andere menschliche Spieler treffen könnt. Neben der Dark Zone übrigens der einzige Punkt des Spiels, bei dem das der Fall ist.
 
Das NPC-Problem
Ein weiterer Kritikpunkt sind zudem die NPCs. Das liegt daran, dass es kaum welche gibt. Trotz der ansehnlichen Größe der Stadt, gibt es kaum Leute mit denen man außerhalb des Kämpfens interagieren könnte. Eine verpasste Chance, gerade im Bezug auf die Nebenmissionen, welche stattdessen ohne große Worte von einem schwarzen Brett aufgenommen und anschließend als farbiger Punkt auf der Karte markiert werden. Wieso und weshalb man tut was man tut, wird meistens nicht beantwortet. Trotz der eigentlich toll designten Stadt, verliert die Spielwelt dadurch deutlich an Glaubwürdigkeit.

Die Dark Zone
Bei der Dark Zone handelt es sich um ein abgestecktes Gebiet inmitten der Stadt, welches von unterschiedlichen Punkten aus betreten werden kann. Hier findet ihr die hartnäckigsten Feinde, dafür aber auch die beste Beute im Spiel. Der große Unterschied zu allen anderen Gebieten ist, dass ihr hier auch auf menschliche Gegner treffen und deren Beute klauen könnt. Beim Großteil der Gegner handelt es sich aber weiterhin um CPU-gesteuerte Feinde. Ob ihr euch gegenseitig angreift oder zusammenarbeitet, bleibt euch natürlich weiterhin selbst überlassen. Wer jedoch einen menschlichen Spieler tötet, der wird nicht nur für alle anderen Spieler innerhalb der Dark Zone markiert, sondern auch mit einem Kopfgeld versehen. Zudem könnt ihr nicht einfach mit den wertvollen Gegenständen aus der Dark Zone durch den normalen Ein-/Ausgang spazieren, sondern müsst diese zunächst mit einem Helikopter von einem der Landeplätze abholen lassen. Wenn ihr einen Helikopter anfordert, werden sämtliche Spieler darüber in Kenntnis gesetzt und etliche CPU-Feinde nähern sich eurer Position. 90 Sekunden müsst ihr nun ausharren bis eure Sachen endlich geborgen werden können. Andere Spieler können ihre Beute übrigens nach den 90 Sekunden auch auf den Helikopter laden, wodurch es hierbei schnell zu unausgesprochenen Bündnissen gegen die herannahenden CPU-Gegner kommt. 

Die Dark Zone ist eine gelungene Abwechslung zum Rest des Spiels und kann zu tollen und nervenaufreibenden Konfrontationen führen. Derzeit überwiegen allerdings die Vorteile über das freundliche Miteinander noch zu stark, weshalb es nur selten zu PvP-Kämpfen kommt. Wenn hier mit zukünftigen Patches noch die richtige Balance gefunden wird, werden die Aufeinandertreffen mit menschlichen Spielern sicherlich noch um einiges spannender.
 
Tolle Effekte durch die Snowdrop-Engine
The Division gehört teilweise zu den technisch beeindruckendsten Spielen der aktuellen Konsolengeneration, an anderen Stellen ist es allerdings nur optisches Mittelmaß. Die Snowdrop-Engine zeigt besonders ihre Muskeln wenn es um Lichtstimmungen sowie Nebel und andere Wettereffekte geht. Spiegelungen in kleinen Pfützen auf der Straße oder der aufsteigende Dampf aus Abwasserkanälen tragen dabei einen Großteil zur tollen Atmosphäre des Spiels bei. Die Menschen hingegen, besonders deren Gesichter, sehen dagegen nicht wirklich gut aus und auch bei weit entfernten Objekten lassen sich gelegentliche Pop-ins feststellen. Das Spiel läuft zudem mit konstanter 30fps Bildrate und hält diese auch so gut wie immer. Soundtechnisch gibt es nicht viel zu erwähnen, die Soundeffekte sind gelungen und die Musik ist weder störend noch wirklich hervorstechend. Äußerst praktisch ist dafür, dass man auf Knopfdruck zu jeder Zeit zwischen verschiedenen Sprachausgaben und Unteriteln wechseln kann.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
7.3