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Tom Clancy´s The Division

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Ein weiteres Problem, das damit einhergeht, ist die Vielfalt der Gegner. Ihr kämpft ausschließlich gegen Menschen, von denen es vielleicht eine Handvoll verschiedener Typen gibt. Hier mal der mit dem Flammenwerfer und dort die anstürmenden Nahkämpfer, etwas stärkere Feinde sind dann auch mal dicker gepanzert. Aber letztendlich rechtfertigt das nicht, wieso sie so unverhältnismäßig viel Schaden aushalten. Toll designte Bosskämpfe findet man deshalb auch nicht und am Ende läuft es immer darauf hinaus, solange stumpf auf den Feind mit der großen dicken Rüstung zu schießen, bis die Finger wund werden. Positiv hervorheben kann man allerdings die Gegner-KI, die einen gerne mal flankiert und aus der Deckung treibt, wenn man nicht aufpasst.

Looten & Leveln
Wie in klassischen Loot-basierten Rollenspielen à la Diablo oder Destiny, müsst ihr auch in The Division ständig die Augen nach besseren Waffen und Gegenständen offen halten. Wer das nicht tut, wird schnell merken, dass man sonst keine Chance hat. Feinde die einige Level über einem sind, teilen nämlich so viel Schaden aus, dass man sehr schnell das Zeitliche segnet. Ihr findet im Laufe des Spiels Unmengen an Waffen, Aufsätzen, Kleidungsstücken etc., sodass man schon beinahe nach jeder Mission seinen Rucksack aussortieren kann. Wer selbst dann noch nicht zufrieden ist, kann bei Händlern auch gezielt einkaufen gehen. Das „Looten & Leveln“-Prinzip klappt auch bei The Division äußerst gut und ist mit Abstand der größte Motivationsfaktor des Spiels.
Die Missionen teilen sich in mehrere Kategorien auf, in deren Mittelpunkt die sogenannten Einsätze stehen. Diese sind storygetrieben und etwa vergleichbar mit den Strikes in Destiny. Ihr bewegt euch alleine oder im Team durch mehrere kleinere Kämpfe, bis zu einer größeren Schlacht am Ende. Ihr könnt diese Missionen beliebig oft wiederholen und das auch in einem höheren Schwierigkeitsgrad. Einzelspieler werden hier allerdings sehr zu kämpfen haben, denn die Einsätze sind alleine äußerst schwer zu schaffen. Dank der schnellen Spielersuche könnt ihr euch aber jederzeit mit bis zu drei weiteren Agenten zusammentun und so euer Glück versuchen. Ob Freunde oder unbekannte Spieler, das Matchmaking hat nur selten Ausfälle und läuft meistens einwandfrei. Ohnehin rät es sich auch normale Missionen bei Möglichkeit mit anderen Spielern zu erledigen. Andere Missionstypen bestehen vor allem aus Straßenkämpfen, Beschützen von Personen oder Gegenständen und zeitlich begrenzte Aufgaben wie das Einschalten von Schaltern o.Ä.  Insgesamt ist die spielerische Abwechslung eher gering gehalten, weshalb Spieler die dem Sammeltrieb nach neuer Ausrüstung nicht vollkommen erlegen sind, nicht allzu lange motiviert bleiben werden.

Schon wieder New York?
So in etwa waren die Befürchtungen vor dem Erscheinen des Spiels. Wie viel Atmosphäre und vor allem Abwechslung kann man in so eine schon oft gesehene Großstadt packen? Die Antwort: eine ganze Menge! Das verschneite New York gehört mit zu den größten Stärken des Spiels. An jeder Ecke gibt es kleine Details zu entdecken, die zwar spielerisch keine Relevanz bringen, dafür aber die Glaubwürdigkeit der Spielwelt erhöhen. Es sieht tatsächlich nach einer Stadt aus, die eben noch in aller Pracht die Vorweihnachtszeit gefeiert hat und nun von einem auf den anderen Moment ins Chaos gestürzt wurde. Es gibt keine Wälder oder exotischen Gebiete in The Division, aber mit Einkaufszentren, U-Bahn-Tunneln und allen möglichen verlassenen Wohnhäusern, wird einem hier optisch doch überraschend viel Abwechslung geboten.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
7.3