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Tom Clancy´s The Division

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Die Basis
Euer Hauptziel liegt primär in dem Ausbau eurer Operationsbasis. Sie ist euer Rückzugspunkt und äußerst wichtig für den Fortschritt eures Charakters. Im Grunde gibt es hier drei Flügel die ihr ausbauen könnt; Medizin, Technik und Sicherheit. Je nachdem welche Art von Mission ihr erledigt, bekommt ihr Vorräte für eine der drei Kategorien, welche ihr dann wiederum in einen Teilbereich investieren könnt. Der Ausbau dieser ist nicht nur für den Fortschritt der Story relevant, sondern hilft eurem Charaktere neue Fähigkeiten in dem jeweiligen Bereich zu lernen. Und auch diese teilen sich wiederum in drei Kategorien auf. „Fertigkeiten“ sind spezielle Gegenstände wie besondere Medizinkoffer, Schilde oder Geschütze, die ihr eurem Charakter ausrüsten könnt, während „Talente“ unter anderem die Zeit zum Heilen verringern oder bestimmte Resistenzen und Wahrscheinlichkeiten erhöhen können. „Talente“ und „Fertigkeiten“ sind immer nur begrenzt auswählbar, wohingegen „Vorteile“ euch dauerhafte Boni, wie zum Beispiel mehr Platz im Inventar oder größere Medizinkoffer liefern.
Das Ganze wirkt in den ersten Spielstunden noch sehr erschlagend, was nicht zuletzt an der umständlichen Menüführung und den etlichen Texteinblendungen liegt. Wenn man sich einige Zeit später damit abgefunden hat, sieht man aber, dass das System gar nicht so komplex ist und sogar Dank seines einfachen Prinzips motivieren kann.

Rollenspiel oder Shooter?
Durch das Erledigen von Missionen erhaltet ihr Erfahrungspunkte um im Level aufzusteigen. Je höher euer Level, desto bessere Waffen und Ausrüstungen könnt ihr anlegen. Gameplaytechnisch handelt es sich bei The Division um einen klassischen 3rd-Person-Shooter, wobei, wie bereits beschrieben, vor allem auch eine ganze Menge Rollenspiel unter der Haube steckt. Deshalb kann man trotz des gewohnten Spielgefühls, nicht wie in anderen 3rd-Person-Shootern bedenkenlos auf jeden Gegner zu rennen, sondern muss mit etwas mehr Taktik in die Kämpfe gehen. Besonders zu beachten ist dabei zum einen, dass es (kaum bis gar) keine automatische Selbstheilung gibt und man deshalb auf wenige Medikits angewiesen ist und zweitens, dass die Stärke der Feinde beinahe ausschließlich von ihrem Level abhängig ist.

Das MMO-Dilemma

Das Problem in dem sich The Division nämlich befindet ist, dass es ein realistisches Setting mit menschlichen Gegnern, mit gewohnten MMO-Spielmechaniken verbinden will. Das ist besonders bei einem Shooter-Gameplay ungewohnt. Das bedeutet im Klartext, dass ein Kopftreffer mit einem Scharfschützengewehr zwar weiterhin großen Schaden macht, aber den Gegner keineswegs sofort umhaut. Das Gleiche bei einem Treffer mit der Schrotflinte oder anderen üblichen Waffen. Das Spiel erzeugt hier ein Trefferfeedback, das sich in den ersten Stunden einfach falsch anfühlt. Das Schießen an sich geht aber gut von der Hand und das automatische von Deckung zu Deckung rennen bei gedrückter Taste ist ein wirklich gelungener Komfort. Hier und da gibt es mal kleinere Hänger beim Deckungswechsel oder beim Springen, aber insgesamt spielt sich The Division äußerst gut.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
7.3