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République

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Verbessere deine Hacking-Skills 
Gesammelte Informationen lassen sich in speziell dafür vorgesehenen Räumen an einem Bildschirmterminal verkaufen. Ein Datenschieber bezahlt uns je nach Wert der Daten entsprechend angemessen und das somit erhaltene Geld können wir anschließend wiederum bei ihm in Upgrades investieren, welche unser Hacker-Dasein erleichtern. So ist es uns später beispielsweise möglich, den Funkverkehr zu stören, die Patrouillenwege der Wachen für eine kurze Zeit sichtbar zu machen oder diese mittels Interaktion durch Elektrogeräte abzulenken. Außerdem können wir an weitere, zum Teil ebenfalls wiederverkäufliche Informationen gelangen, indem wir E-Mails hacken oder den Anrufbeantworter abhören. Neben dem Verkaufsbildschirm gibt es in dem Raum auch noch eine Akku-Ladestation für unseren Omni-Viewer. Es lohnt sich also, dort regelmäßig vorbeizuschauen.
 
In République zeichnet sich recht schnell ein linearer Levelaufbau ab. Dieser Eintönigkeit wird jedoch glücklicherweise im weiteren Verlauf abgeholfen: ab Beginn der vierten Episode kommt ein wenig Schwung in das Stealth-Abenteuer. So sind in diesem Spielabschnitt unsere Hacking-Skills zum Großteil unbrauchbar und wir müssen uns vielmehr auf das richtige Timing beim geschickten Vorbeischleichen an einem überaus imposanten Gegner verlassen. Darüber hinaus ist Hopes Smartphone nun mit einer Kamera ausgestattet und wir bekommen die vertonten Hintergrundinformationen nach einem Schnappschuss des entsprechend markierten Objekts. Merkwürdigerweise sind einige Textpassagen in der vierten Episode nicht ins Deutsche übersetzt, sondern in Spanisch dargestellt worden. Durch die weiterhin erfolgte englische Sprachausgabe konnte man dennoch nachvollziehen, welcher Aufgabe wir uns als nächstes annehmen mussten. Es wäre jedoch schön, wenn das Ganze noch durch einen Patch behoben werden würde.
 
Kameraperspektive teilweise ungünstig
Das Handling mit den verschiedenen Kameraperspektiven geht zwar recht flüssig von der Hand, dennoch kann man mitunter schnell die Orientierung verlieren, da sich bei einem Kamerawechsel die Blickrichtung abrupt ändert. Dadurch wird es recht unübersichtlich und man verliert nicht selten den Blick dafür, wo sich der nächste Zielpunkt befindet. Aufgrund dessen muss man hierbei relativ häufig auf die Karte im Menü zurückgreifen, welche leider nicht dynamisch angelegt wurde. Sie zeigt uns starr die Position, in welcher sich Hope gerade befindet aus einer bestimmten Perspektive. Wenn wir mit der Kamera gerade auf einer anderen Position sind, können wir dies leider nicht auf der Karte erkennen. Wenigstens werden noch nicht durchsuchte Räume entsprechend gekennzeichnet und sollten wir unsere junge Dame nicht mehr auffinden können, ist es mittels Tastendruck im Menü möglich, zu ihr zurück zu gelangen. Weiterhin störend ist jedoch der automatische Kamerafokus auf Hope. Auch wenn wir eine für uns passende Kameraperspektive auf das Geschehen gefunden haben und die Gefangene von diesem Blickwinkel aus steuern möchten, springt die Kamera beim Betreten des nächsten maßgebenden Kamerabschnitts leider immer wieder auf sie zurück. Nicht selten kommt es dabei zu verlängerten Ladezeiten.
Ein grafisches Highlight wird man in dem Spiel vergebens suchen – man sieht definitiv, dass République zunächst nur darauf ausgelegt war, auf mobilen Endgeräten zu laufen. Trotzdem haben sich die Entwickler alle Mühe gemacht, mittels der eingesetzten Unity 5-Engine das Spiel an Konsolen-Niveau heranzutasten. Eine optische Besserung ist im Vergleich zu den mobilen Ablegern deutlich zu sehen und auch wenn es auf der Konsole nicht wirklich beeindruckend ist, tut das dem Spiel keinen Abbruch. Wohl kaum jemand wird sich diesem Stealth-Abenteuer alleine aufgrund der Optik annehmen. Hier geht es vielmehr um die erdrückende Stimmung, welche diese dystopische Welt gekonnt vermittelt. Vor allem die Hauptfigur Hope glänzt durch ihre glaubhaft dargestellten Emotionen und Äußerungen. Die englische Sprachausgabe wurde insgesamt gut synchronisiert und mit deutschen Untertiteln versehen, welche leider etwas klein am oberen Rand des Bildschirms dargestellt werden. 
 Autor:
Jennifer Reichel
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