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Octodad: Dadliest Catch

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 Spiel-Infos: Octodad: Dadliest Catch
PlayStation Network - Octodad: Dadliest Catch Boxart Name: Octodad: Dadliest Catch (PAL)
Entwickler: TBA
Publisher: Self-publishing
Erhältlich seit: 30. April 2014
Genre: Adventure
Spieler: 1-2
Features:
keine
Was ist eigentlich „normal“? Wahrscheinlich gibt es keinen Begriff, der dehnbarer ist. Ist es das, was schlichtweg am häufigsten vorkommt? Das, was die Masse toleriert? Er ist es wohl nicht, wäre es aber liebend gerne und gibt sich dabei jede Menge Mühe. Jeder Schritt ist wohlüberlegt, jeder einzelne Tentakel wird mit Bedacht vorwärts gesetzt. Ein scheinbar normaler Familienvater und gleichzeitig wohl nicht unbedingt... normal. Denn er ist – ein Oktopus. Und nicht einmal die eigene Ehefrau weiß, was sie sich denn da eigentlich wirklich an Land gezogen hat. Octodad: Dadliest Catch ist etwas ganz Besonderes. Und absolut speziell. Und sicher nicht für jeden PlayStation 4-Besitzer geeignet.

Ein ganz „normaler“ Mensch
Alles beginnt an dem Tag der Hochzeit. Natürlich weiß niemand, wer sich hinter der Fassade des Bräutigams befindet, nur als ein etwas eigenartiger Sonderling ist er bekannt. Der große Ehrentag soll natürlich ganz besonders perfekt ablaufen und so muss man sich binnen kürzester Zeit auf vorsichtigen Tentakeln zunächst einmal in die passende Gaderobe zwängen. Leichter gesagt als getan, denn schon hier zeigt sich bereits, warum sich an Octodad die Geister scheiden – die Art wie man den liebenswert vor sich hinblubbernden Oktopus steuert ist das Kernelement des Spiels. Jeder Tentakel wird einzeln mit den beiden Analog-Sticks gesteuert, während man mit den Schultertasten einen anderen Fangarm auswählen kann. Klingt chaotisch? Ist es auch! Kein Wunder also, dass man so bei den einfachsten Alltagsaufgaben die gesamte Umgebung verwüstet. Und wenn dann der direkte Weg zum Altar dank massig Bananenschalen eher einer Mario Kart-Strecke gleicht, werden selbst wenige Meter zum Abenteuerparkour. Nicht zu vergessen natürlich, dass die Tarnung stets aufrecht gehalten werden muss und niemand der geladenen Gäste Verdacht schöpfen darf. Man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren.
Einige Jahre vergehen und der normale Familienalltag hat sich eingeschlichen. Noch immer sind die gewöhnlichsten Aufgaben jedes Mal aufs neue kleine Herausforderungen, aber zum Glück lernt der Spieler ebenso schnell mit dem neuen Handicap umzugehen, wie unser alter Ego in all den Jahren an Land sich seiner neuen Umgebung angepasst hat. Viel wichtiger ist dabei aber, dass niemand seine wahre Identität herausgefunden hat. Abgesehen von einem Koch, der es sich zur Lebensaufgabe machte, den Familienvater in den Kochtopf zu verfrachten. So wirklich interessant oder spannend ist die Geschichte dabei leider eigentlich nicht, sondern dient lediglich dazu einen Vorwand für die Spielmechanik zu liefern. Schade nur, dass die zwar belanglose, aber zumindest durchwegs sympathische Geschichte des Meeresbewohners nur für wenige Stunden unterhalten kann. Bereits nach etwa drei bis maximal vier Stunden ist das Abenteuer nämlich wieder vorbei.
 Autor:
Barbara Bleier
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Leserwertung:
-