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Mortal Kombat X (One)

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 Spiel-Infos: Mortal Kombat X (One)
Mortal Kombat X Boxart Name: Mortal Kombat X (One) (PAL)
Entwickler: NetherRealm Studios
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Erhältlich seit: 14. April 2015
Genre: Beat 'em Up
Spieler: 1-2
Features:


Dieser Test basiert auf der Xbox One-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden PlayStation 4-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

"Finish Him" - dieser Ausspruch ist den meisten begeisterten Videospielern auf der ganzen Welt bekannt. 1992 war es soweit - die Geburtsstunde der Prügelspielreihe Mortal Kombat. Ed Boon und John Tobias gehen als Serienväter in die Geschichte ein und waren damals die führenden Köpfe bei der Softwareschmiede Midway. Midway ist mittlerweile Geschichte, Mortal Kombat nicht. Der Titel begann seinen Erfolgszug zu jener Zeit jedoch nicht im heimischen Wohnzimmer, sondern in der Spielhalle. Als Konkurrenzprodukt zu Street Fighter konzipiert, sorgte es damals vor allem mit zwei Besonderheiten für Aufmerksamkeit unter der spielenden Bevölkerung. Zum einen wurden die Charaktere optisch in einem anspruchsvollen neuen technischen Verfahren, genannt Bluescreen-Technik, ins Spiel integriert. Bei diesem Verfahren wurden echte Schauspieler aufgezeichnet und anschließend ins Spiel übertragen. Grafisch stellte diese Methode damals eine Art Sensation dar, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nichts Vergleichbares, da die Kämpfer „fotorealistisch“ (verpixelt) ihren Weg ins fertige Spiel fanden. Bei einem anderen Merkmal, was auch heute noch ein Identifikationsmerkmal eines jeden Mortal Kombat ist, handelt es sich um die Gewaltdarstellung. Damals war diese explizite Zuschaustellung von körperlicher Gewalt und ihrer Folgen absolutes Neuland. So reagierten die Kämpfer nach Treffern durch Faust, Fuß oder Feuerball mit heftigen Blutspritzern und ließen sich als Krönung des Ganzen am Ende des Kampfes auch noch töten. Diese Fatalities fehlen bis heute in keinem Teil der Serie und sind das Markenzeichen der Serie. Selbst in den USA gab es damals bei der Ersterscheinung zahlreiche empörte Fernsehberichte über die gezeigte Brutalität im Spiel und viele Eltern waren besorgt um das Wohl ihrer Kinder. Heute eine lustige Vorstellung, hat sich doch die Einstellung der US-Bürger in dieser Hinsicht bekanntlich ein wenig geändert. 1993 brachte Midway den ersten Teil auch über die Heimkonsolen von Sega und Nintendo in die Wohnzimmer der Zocker. In der Version auf dem Mega Drive konnte man mit einem Cheatcode die Originalversion inkl. Blut generieren. Nintendo achtete damals schon mehr auf das familientaugliche Image und untersagte die blutige Darstellung. Auf dem Super Nintendo spritzt nach Treffern also nur Schweiß und auch die Fatalities wurden etwas entschärft. Diese guten Vorsätze wurden bei Teil 2 jedoch wieder über Bord geworfen und sind dabei wohl auf hoher See ertrunken. Keiner der Nachfolger verzichtete fortan mehr auf Brutalität und Eingeweide. Zur Verteidigung sollte man jedoch anmerken, dass hinter all den Hektolitern Blut eben auch eine dicke Portion Ironie, Sarkasmus und deutlich überspitzte Darstellung steckt. So ist es nicht selten, dass explodierende Gegner gleich drei Brustkörbe, absurd viele Knochen und zahlreiche Schädel hinterlassen. Ernst nehmen kann man so etwas nun wirklich nicht. Nun steht also der bereits zehnte Teil der rabiaten Prügelorgie vor der Tür und bittet um Einlass. Wir haben geöffnet und haben genau überprüft, wen wir da hereinlassen sollen.
Ein dickes Ding!
Gleich nach dem ersten Starten des Spiels ahnt der geneigte Prügelfan schon das Ausmaß des Umfangs des Spiels. Vorher muss jedoch noch ein 2,5 GB großer Patch installiert werden. Euch erwarten drei Hauptauswahlpunkte im Menü: Fraktionskampf, Einzelspieler und die Herausforderungstürme. Gleich zu Beginn möchte das Spiel, dass ihr euch für eine der fünf zur Auswahl stehenden Fraktionen entscheidet. Serienveteranen werden sich bei Namen wie den Lin Kuei, Black Dragons oder White Lotus gleich heimisch fühlen. Komplettiert wird die Riege an unterschiedlichen Gruppierungen durch die Special Forces und die Brotherhood of Shadows. Ihr könnt jede Fraktion frei wählen und seid dadurch nicht an bestimmte Charaktere gebunden. Scorpion kann im zehnten Teil also auch problemlos für die Lin Kuei auf Punktejagd gehen. Wöchentliche und weltweite Statistiken zeigen euch beim Fraktionskrieg welche Banden die meisten Siege errungen haben oder die meisten Herausforderungen abschließen konnten. Punkte sammelt ihr für eure Fraktion online wie „offline“ in dem ihr bestimmte Voraussetzungen in den Kämpfen erfüllt. Diese lassen sich meist nebenbei erledigen, sind jedoch auch nicht immer sehr sinnvoll. So reicht es zum Beispiel manchmal schon, in einem Kampf zehn Mal zu springen oder fünf Uppercuts auszuführen. Je schwieriger die Herausforderungen sind, desto mehr Fraktionspunkte erhaltet ihr. Gehört ihr am Ende der Woche zur Gewinner-Fraktion, bekommt ihr Belohnungen zugesprochen. So gibt es neben Fraktion-Kills und Outfits auch rudimentäre Dinge wie Koins, die ihr in der Krypta ausgeben dürft. Dazu später mehr. Koins verdient ihr zudem in den Turmherausforderungen.
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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Leserwertung:
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