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FIFA 16

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 Spiel-Infos: FIFA 16
FIFA 16 Boxart Name: FIFA 16 ()
Entwickler: Electronic Arts Canada
Publisher: EA Sports
Erhältlich seit: 24. September 2015
Genre: Sport - Fussball
Spieler: 1-22
Features:

Als Electronic Arts Ende Mai die Bombe platzen ließ und Frauen-Nationalmannschaften offiziell für FIFA 16 ankündigte, gab es im Internet einen Shitstorm, den unser werter Kollege Joshua Hampf mit seinem Kommentar "Fußballgott, lass Hirn regnen" amüsant kommentierte. So glaubten viele an verschwendete Zeit für andere Neuerungen und echauffierten sich über ein angeblich überflüssiges Feature. Doch in der Zwischenzeit kristallisierte sich sehr wohl heraus, dass selbstverständlich auch sonst etliche Schrauben verstellt wurden, um FIFA 16 zu einem besseren Spiel im Vergleich zum Vorgänger zu machen. Was euch in FIFA 16 abseits der femininen Seite erwartet, erfahrt ihr im Test!
 
Nun auch EAs neues FIFA-Motto: 'change everything'
Gerne wirft man jährlich erscheinenden Sportspielen vor, dass sie nur Updates der Vorgänger seien und oftmals lässt sich diese Vermutung auch bestätigen, doch das gilt definitiv nicht für FIFA 16. Wenn man etwas an einem erfolgreichen Konzept ändert, birgt das Vor- und Nachteile. Die Nachteile wiegen jedoch schnell fatal, und zwar dann, wenn die Änderungen bei der Community schlecht ankommen. Und wie das im Leben nun einmal so ist, scheint das menschliche Problem des Gewohnheitstiers gerne zuzuschlagen. Zu Beginn wird man etwas überrumpelt von der neuen, ungewohnten Spielart und tendiert schnell dazu, das Spiel als "schlechter umgesetzt" abzustempeln. Jedoch hört ein FIFA-Spieler nicht einfach auf zu spielen, nein, es muss immer und immer weiter gehen - bis zum nächsten September. Und mit der Zeit lernt der Spieler die zunächst unscheinbaren Vorteile von FIFA 16 kennen. Es ist auf einmal doch nicht alles so doof, wie man zunächst dachte. Vielmehr war es der dicke Stempel von FIFA 15, mit ganz bestimmten und schon berüchtigten Strategien das Mittelfeld zu überrumpeln, um schnell über die Außen hinter die Verteidigung zu gelangen. Vielmehr setzt das Spiel nun auf das Prunkstück des Fußballs: das Mittelfeld. Es hat nun den Stellenwert, den es auch verdient und lässt verschiedene Spielstile zu. Im Kontrast dazu ist der Umgang mit der Verteidigung leichter geworden. Der Trick in FIFA 16 ist einfach, dass man auch bei scheinbar sicheren Situationen leicht den Ball verlieren beziehungsweise gewinnen kann und das lässt kaum Spielraum für Nachlässigkeit und fördert die Konzentration, auch wenn der Gegenspieler weit entfernt ist. Einerseits kann ein weit entfernter Spieler mit einem Tackle doch unerwartet den Ball erobern und genauso kann man selbst mit einem Tackle doch irgendwie den Gegenspieler erreichen, um eine Chance auf den Ballbesitz zu bekommen. Genauso fühlt sich die defensive AI brauchbarer an, die nun nicht mehr mit simpler Ballabschirmung zu beherrschen sind. Die negative Kehrseite der Medaille sind jedoch die vielen Spielunterbrechungen, die mit all den einhergehenden Fouls zum Alltag werden. Aber auch hier lässt sich die Medaille erneut umdrehen, weil dies zu vielen Standardsituationen führt, die erneut viele Möglichkeiten bieten. FIFA 16 ist ein purer Mix aus den Emotionen Spaß und Frustration, die sich in einer guten Balance halten und so für eine erfrischende Art der FIFA-Motivation sorgen.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.7