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Driveclub

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 Spiel-Infos: Driveclub
Driveclub Boxart Name: Driveclub (PAL)
Entwickler: Evolution Studios
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 08. Oktober 2014
Genre: Racer
Spieler: 1 - 12
Features:
keine
Es kommt in der Videospielindustrie häufiger vor, dass Spiele zu ihrem angepeilten Veröffentlichungstermin noch nicht fertig sind und deshalb um einige Wochen oder sogar Monate verschoben werden müssen. Ganz bitter traf dieses Schicksal auch Driveclub, welches nicht nur als einer der größten Titel für den Launch der PlayStation 4 angedacht war, sondern auch die wichtige Lücke des exklusiven Rennspiels füllen sollte. Fast genau ein Jahr lang blieb diese Lücke nun offen, während die Entwickler der Evolution Studios unter Hochdruck an der Fertigstellung des Spiels werkelten. Mit revolutionären Social-Features und phänomenaler Grafik warb man bereits zur Enthüllung von Driveclub im Februar vergangenen Jahres. Ob die Entwickler dieses Versprechen einlösen konnten und ob sich vor Allem die lange Wartezeit am Ende gelohnt hat, könnt ihr nun in unserer Review erfahren.

Ins kalte Wasser geschmissen
Sobald man Driveclub startet, wird man sofort in ein Einführungsrennen geworfen, dass man erst absolvieren muss, bevor man weiterspielen kann. Der Haken hierbei ist, dass die eigentliche Einführung nicht stattfindet, was gerade bei Neulingen zu anfänglicher Überforderung führen kann. Das Problem zieht sich leider durch das komplette Spiel, denn hilfreiche Tutorials oder Trainingseinheiten sucht man vergebens. Wer sich zunächst im Einzelspieler austoben möchte, der wird feststellen, dass es in Driveclub keinen gewöhnlichen Karrieremodus, sondern einen Tour-Modus gibt. Dort gibt es lediglich verschiedene Rennen mit festgelegten Voraussetzungen, in denen man bestimmte Ziele erreichen muss. Diese können mal eine geforderte Rundenzeit, mal eine Mindestplatzierung oder auch eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit sein. Erreicht man genug dieser Ziele, schaltet man die nächste, höhere Klasse an Rennen frei. Während man als Rookie noch die meiste Zeit über mit den eher gemächlichen Klein-Sportwagen fahrt, warten in der Legenden-Klasse die richtig schnellen Karosserien auf einen. Bis es allerdings so weit ist, müssen die zuvor angesprochenen Ziele erreicht werden und das kann durchaus fade werden, wenn man die gleichen Strecken mit der eher unattraktiven Auswahl an Fahrzeugen, gerade zu Beginn des Spiels, mehrmals wiederholen muss. Auf der anderen Seite können diese Ziele aber auch durchaus motivieren, gerade wenn es darum geht im Zeitrennen bestimmte Rekorde zu knacken oder bei einer Drift-Herausforderung die meisten Punkte zu erreichen.
Eine durchschaubare KI
Anders wie in manchen Rennspielen, gibt es in Driveclub kein Geld mit dem man sich selbst Autos oder andere Dinge freikaufen kann. Stattdessen erhaltet ihr nach jedem Rennen Rufpunkte, mit denen ihr linear alles freischaltet, was es freizuschalten gibt. Während eines Rennens erhaltet ihr sichtbar für alle möglichen Aktionen Punkte dazu, oder aber Punkte abgezogen. Gerade das Strafsystem kann hier ziemlich frustrierend werden, da ihr ständig wegen Banalitäten negativ bewertet werdet oder im schlimmsten Fall noch nicht mal Schuld an eurem Fahrverhalten habt, weil euch die KI-Gegner mal wieder aus der Bahn geworfen haben. Ohnehin erkennt man bereits sehr schnell, dass die computergesteuerten Fahrer nach einer simplen Gummiband-KI agieren. Seid ihr mal zu weit hinten, fahren diese ganz gemütlich vor euch her – seid ihr allerdings auf einem der vorderen Plätzen, passen sie sich wieder eurer Geschwindigkeit an und rempeln euch dabei auch gerne mal von allen Seiten. Ein Konkurrenzkampf unter den KI-Fahrern entsteht dabei allerdings so gut wie nie. Sogar im Gegenteil, denn so friedlich wie sich die Autos hintereinander einreihen, könnte man glatt meinen, dass sie eine eigene Fahrgemeinschaft gegründet haben, die aber nicht von euch gestört werden will. Leider hat man so nie das Gefühl gegen echte Fahrer anzutreten, sondern stets gegen automatisierte Maschinen, die sich eurem Fahrstil anpassen.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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