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Don`t Starve

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Permadeath
Der virtuelle Tod ist in diesem Spiel tatsächlich ein endgültiger. Anfangs ist das noch recht verschmerzbar. Eine Axt und eine Spitzhacke sind schnell wieder, in einem neuen Durchgang, zusammengebastelt. Verliert man jedoch seine Farm, samt gemütlichem Häuschen und allen menschlichen Annehmlichkeiten, wie Kühlschrank und flauschigem Bettchen, nur weil die lieben Schweinchen in der Nachbarschaft zu lange in den Vollmond geschaut haben, können einem schon die Tränen kommen. Dann heißt es Zähne zusammenbeißen und im nächsten Leben lieber einen auf Einsiedler und Wildjäger machen. Dann werden die Werschweine einfach zu Schaschlikspießen verarbeitet. Entsprechendes Werkzeug vorausgesetzt.
 
Im direkten Vergleich mit dem Genrekollegen Minecraft, bei dem man die Chance nach einem Respawn hat, seine Ausrüstung in der Welt noch einmal wieder zu ergattern, ist hier in fast allen Fällen Schluss. Es gibt zwar den ein oder anderen Gegenstand, der einen einmalig respawnen lässt, allerdings sind die Laufwege zum aktuellen Camp oder zum Ort des Ablebens zu lang, um bis zum Einbruch der Nacht alles wieder beisammen zu haben. Letztendlich muss man auch festhalten, dass der Tod bei Don't Starve bedeutend kürzer auf sich warten lässt, als bei Minecraft. Am Ende jeder Runde erhält man, je nachdem wie lange man tatsächlich am Leben bleiben konnte, Erfahrungspunkte. Diese werden nach jeder Runde zusammenaddiert und schalten neue Charaktere frei. Dabei hat jeder eigene Stärken und Schwächen. Während Wilson lediglich ein beachtlicher Bart wächst, der abrasiert als Zunder und Werkstoff dient, gibt es auch Charaktere, die ein kleines Feuerzeug bei sich tragen, oder besondere Angst vor der Dunkelheit haben. Durch diese verschiedenen Eigenschaften wird für Abwechslung gesorgt und der überschaubare Inhalt etwas variiert.
 
Technik
Technisch präsentiert sich der Titel grundsolide. Die Hardware der PlayStation 4 zaubert eigentlich ganz andere Grafikleckerbissen auf die Mattsch... pardón, Flüssigkristallscheibe. Don't Starve glänzt hier viel mehr durch erhabenes Artdesign. Alles wirkt herrlich schrullig mit einem Hauch Gothik. Fast wie aus der Feder Tim Burtons entsprungen. Die handgezeichneten Animationen bleiben dabei in jedem Moment flüssig. Selbst wenn um einen herum der ganze Wald in Flammen aufgeht und ein Rudel Kampfspinnen, erzürnt der Behausung beraubt, einem hinterherkrabbelt. Kankra lässt grüßen. Akustisch macht der Titel auch einiges her, ist streckenweise jedoch etwas zu monoton. Als witzige Randnotiz: Den neun verschiedenen spielbaren Charakteren wird durch verschiedene Instrumente Stimme verliehen. Bis auf Wes, den stummen Pantomimen.
 Autor:
Dustin Schönherr
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.9