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Dark Souls 3

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Leveldesign wie früher
FromSoftware ist spätestens seit Dark Souls 1 bekannt für ihr cleveres und in sich geschlossenes Leveldesign, welches zuletzt mit Bloodborne erneut seine Stärke bewiesen hat. Dark Souls 2 enttäuschte hier viele mit dem sehr abgehackten und nicht schlüssigen Weltenaufbau. Wie sieht es nun mit dem dritten Teil aus? Die Welt in Dark Souls 3 ist weitestgehend wieder zusammenhängend und kann so fast durchgehend per Fuß bereist werden. Die Übergänge der verschiedenen Areale sind fließend und wirken thematisch meist stimmig, ob eine verschneite Festung oder ein düsterer Sumpf. Der Eintritt in ein neues Level wird stets mit einem fantastischen Ausblick belohnt und ohnehin ist die Architektur der Gebäude, mit Kathedralen, Burgen und Co. wieder sehr eindrucksvoll.

Auch gibt es wieder überraschende Abkürzungen, die einem das Reisen deutlich erleichtern. Trotz allem reicht das Leveldesign nicht an die Qualität von Dark Souls 1 oder Bloodborne heran, was vor allem am generell eher schlauchartigen Aufbau der Welt liegt, bei dem großartige „Wow-Momente“ durch clevere Abkürzungen eher ausbleiben. Diese „Wow-Momente" gibt es dieses Mal stattdessen mehr durch die bereits angesprochenen tollen Panoramen und durch überraschende Ereignisse innerhalb der Level - ohne hierbei zu viel vorwegzunehmen. Was aber geblieben ist, ist der unglaubliche Drang zum Erkunden der Welt, welche Geheimnisse hinter dieser und jener Ecke liegen und welche Geheimpfade zu welchen neuen aufregenden Orten führen.
 
Zu schwer? Hol dir einen Partner hinzu!
Wem die Bosse zu schwer sind, oder wer auch einfach gerne mal zu zweit durch die trostlose Welt ziehen möchte, kann auch dieses Mal mit bestehender Internetverbindung und einem bestimmten Item, einen anderen Spieler herbeibeschwören. Gleichzeitig können auch feindliche Spieler in eure Welt eindringen und euch zum Kampf herausfordern. Sowohl die Verbindung zum Co-op, als auch PvP haben während des Testens zügig geklappt und nur die Bildrate hat sich an manchen Stellen als Problem herausgestellt. Wie immer könnt ihr auch dieses Mal Botschaften von anderen Spielern lesen bzw. selbt welche erstellen und in der Welt verteilen.

Technisch nicht ganz sauber?
Designtechnisch ist Dark Souls III aufgrund der angesprochenen Punkte ein herausagendes Spiel und eine wahre Freude für alle Fans von düsteren und abgefahrenen Welten. Leider gibt es grafisch keine Steigerung zum letztjährigen Bloodborne, welches oftmals sogar noch ein ganzes Stück besser aussieht und auch die Bildrate bricht, besonders im ungepatchten Zustand, in einigen Gebieten deutlich ein. Auch Clipping, sprich durch Wände schlagende Gegner, können ab und zu stören, trüben aber letztlich nicht den tollen Gesamteindruck. 
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
8.9