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Dark Souls 3

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Serientypisch erhaltet ihr Seelen durch besiegte Gegner, welche ihr im Feuerschrein, quasi eurer Hub-Welt, gegen neue Items, Waffen oder Skillpunkte eintauschen könnt. Letztere bieten euch jede Menge Freiheit zur individuellen Charakterentwicklung und bestimmen unter anderem wie stark, wendig oder magieresistent eure Figur ist, aber auch wie viel bzw. welche Waffen sie tragen kann. Energie-und Manatränke müsst ihr euch übrigens nicht selber kaufen, sondern werden beim Rasten an einem Lagerfeuer automatisch wieder aufgestockt. Die maximale Anzahl könnt ihr allerdings erhöhen, indem ihr bestimmte Items in der Spielwelt findet. Wer stirbt, erwacht am letzten Lagerfeuer, verliert alle seine bisher gesammelten Seelen und hat die einmalige Chance sie am Todesort wieder einzusammeln. Auch diese Formel hat sich nicht geändert, und führt ein aufs andere Mal zu nervenzerreißenden Begegnungen.

Fantastisch und grausam: die Gegner des Spiels!

Die Monster in Dark Souls III sind abscheulich genial und reichen von Rittern in Rüstungen, über riesige Krabben, bis hin zu wolfsähnlichen Magiern. Sie sind nicht nur unglaublich abwechslungsreich in ihrem Aussehen, sondern überraschen auch stets mit ihrer Platzierung und eigenen Verhaltensmustern, die es zunächst zu lernen gilt. Neben den normalen Gegnern, die nach jedem Tod erneut erscheinen, gibt es dieses Mal auch besonders starke Kreaturen, die einfach so in der Spielwelt herumlaufen, und nach einmaligen Besiegen auch nicht mehr auftauchen. Diese quasi Minibosse sind erkennbar durch ihre leuchtenden Augen und hätten auch so als normale Bossgegner in den anderen Teilen auftauchen können. Sie sind äußerst gefährlich und stellen in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für jedes Level dar, nicht zuletzt aufgrund der vielen Überraschungsmomente.  

Bossgegner mit Köpfchen
Wo wir es gerade von Bossen haben: Die Highlights sind auch dieses Mal die Kämpfe gegen die zunächst unbesiegbar scheinenden Gegner. Über 20 sind es an der Zahl und jeder davon verlangt von euch andere Fähigkeiten und Taktiken ab. Die Qualität dieser ist dabei zwar nicht durchgehend auf absoluten Top-Niveau, aber der Großteil ist es und die wenigen die es nicht sind, stellen sich trotzdem noch als spaßige Kämpfe heraus. Inszenatorisch wird hier ein Feuerwerk nach dem anderen abgeliefert, ob es nun ein riesiger Baum ist, der auf einmal zum Leben erwacht oder eine sich ständig klonende skurrile Hexe, die einem mit Zaubersprüchen bombardiert. Und während das Spiel ansonsten nur spärlich mit Musik unterlegt ist, kommt bei den Bossen der großartige und epochale Soundtrack zum Einsatz, der den Kämpfen zusätzlich die nötige Dramatik verleiht.
 
Eine Welt in der man (nicht) sterben möchte
Mit den größten Pluspunkt überhaupt, stellt die trostlose und mit Horror-Anleihen versehene Atmosphäre dar, welche sich durch sämtliche Bereiche des Spiels trägt. Ob nun die kryptischen Botschaften der wenigen NPCs, welche wiederum zu völlig eigenständigen Nebenquests führen, die einem weder aufgezwungen noch angezeigt werden, oder aber das angsteinflößende Gegnerdesign. Vor allem aber die Welt an sich, welche den Anschein eines seit lange verlassenen und halbzerstörten Landes macht, welches nur noch von fiesen Geistern und Monstern heimgesucht wird.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Leserwertung:
8.9