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Bloodborne

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 Spiel-Infos: Bloodborne
Bloodborne Boxart Name: Bloodborne (PAL)
Entwickler: FromSoftware
Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)
Erhältlich seit: 25. März 2015
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:
keine
Nachdem Serienschöpfer Hidetaka Miyazaki mit Demon's Souls und Dark Souls, zwei von Kritikern als auch Spielern gefeierte Action-Rollenspiele veröffentlichen konnte, war seine Beteiligung an der Entwicklung von Dark Souls II nur noch schwindend gering. Währenddessen  arbeitete er nämlich parallel mit einem Großteil des alten Demon's Souls Teams sowie in Kooperation mit SCE Studio Japan, an einer gänzlich neuen IP. Erstmals zu Beginn des letzten Jahres hörte man dann von „Project Beast“, welches sich bereits wenige Wochen später offiziell als Bloodborne präsentierte. Trotz der eigentlichen Abkehr von den Souls-Spielen durch den Namenswechsel, wurde es im Vorfeld stets als geistiger Nachfolger und vierter Teil der Reihe gehandelt. Die Entwickler versprechen zwar, dass sich der berühmt berüchtigte Schwierigkeitsgrad auch in Bloodborne wiederfinden wird, doch dass in Sachen Setting und Gameplay-Mechaniken neue Wege bestritten werden. Ob und wie gut das letztendlich funktioniert hat, könnt ihr nun in unserem ausführlichen Test zu FromSoftwares neuestem Streich erfahren.

Was geht denn hier überhaupt vor sich?
Ohne große Erklärungen wirft euch das Spiel als sogenannter Jäger in die mysteriöse Stadt Yahrnam. Die dort lebenden Menschen sind seit einiger Zeit von einer Seuche befallen und verwandeln sich dadurch in agressive, Bestien-artige Wesen. In Bloodborne gibt es keine ausschweifenden Dialoge oder erklärenden Zwischensequenzen. Um was es hier überhaupt geht und was euer Ziel ist, offenbart sich euch deshalb nicht gleich mit der nächstbesten  Texteinblendung. Verdutzte Gesichter zu Beginn sind daher völlig normal und selbst nach dem Durchspielen wird sich das manch einem vielleicht nicht ändern. Aber darum geht es bei Bloodborne auch nicht. Stattdessen werden dem Spieler immer wieder nur kleine Andeutungen hingeworfen, auf die er sich durch die Umgebung und mithilfe von Item-Beschreibungen schlußendlich selbst einen Reim machen muss. Wer sich damit genauer beschäftigt, wird eine interessante Welt voller schrecklicher Geheimnisse  entdecken. Wer darauf allerdings keine Lust hat, wird trotzdem genauso viel Spaß mit dem Rest des Spiels haben. Eindeutig ist jedenfalls, dass ihr in Yahrnam nicht erwünscht seid und das merkt ihr bereits ab der ersten Sekunde. So gut wie jede Gestalt auf die ihr trefft, möchte euch am liebsten bei lebendigem Leibe verbrennen oder euer Leben auf eine andere qualvolle Weise beenden. Selbst die wenigen Bewohner, die noch halbwegs bei Verstand sind, verschanzen sich in ihren Häusern und möchten nichts mit euch zu tun haben. Und aus dem Bruchteil der mit euch redet, wird man meistens nicht schlau. Tod und Wahnsinn stehen hier an der Tagesordnung.
Der Traum des Jägers
Nachdem ihr das Aussehen, sowie erste Grundstatuswerte eures Helden in einem üppigen Charakter-Editor angepasst habt, macht ihr schon bald Bekanntschaft mit dem „Traum des Jägers“. Diese kleine HUB-Welt ist getrennt von der eigentlichen Spielwelt und dient euch als Rückzugsort und Basis während eures gesamten Abenteuers. Hier werdet ihr neue Items kaufen, euren Jäger und dessen Ausrüstung verbessern und alle sonstigen Vorbereitungen für die anstehende Jagd treffen können. Und keine Sorge, hier gibt es weder Gegner noch andere böse Überraschungen auf die ihr aufpassen müsstet. Vom Traum des Jägers aus könnt ihr euch dann schließlich zu einer der von euch bisher angezündeten Leuchtlampen teleportieren. Wer je einen der Souls-Teile gespielt hat, dem werden diese „quasi Checkpoints“ sehr bekannt vorkommen. Leuchtlampen werdet ihr überall verteilt in der Spielwelt und in jedem Fall nach einem Bosskampf vorfinden. Die Verteilung ist dabei so geschickt platziert, dass man sich bis zur jeweils nächsten Lampe zwar ordentlich durchschlagen muss, sie aber niemals so weit auseinander liegen, dass es in unfaire Gefilde abdriften würde. Jeder gemeisterte Abschnitt wirkt dadurch bedeutend und die Erleichterung ist am Ende auch umso größer, wenn man bereits aus der Ferne das Leuchten des kleinen lila Lämpchens erblickt. Etwas umständlich wurde allerdings die Funktion zur Schnellreise implementiert. Es ist nicht einfach möglich sich von einer Leuchtlampe zur nächsten zu bewegen, sondern man muss zunächst einen Zwischenstopp im Traum des Jägers einplanen, weil man die Möglichkeit zur Schnellreise nur von dort aus besitzt. Das wirkt sich besonders deshalb negativ auf das Spielerlebnis aus, weil man zwischen diesen Stationen jeweils Ladezeiten von bis zu 40 Sekunden in Kauf nehmen muss.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
9.3