The Crew Beta

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Erinnert ihr euch vielleicht noch an die allererste Mission von Driver? Ich hatte immer Probleme mit dem 180° aus dem Rückwärtsfahren heraus und selbst wenn ich das Spiel heute noch einmal einlege oder die Reminiszenz im aktuellsten Ableger San Francisco spiele, scheine ich diesen Trick noch immer nur mit Glück hinzubekommen. An dieser Einstiegsmission sollen damals angeblich sehr viele Spieler derart verzweifelt sein, dass ihnen die Kampagne verwehrt blieb. Doch wieso denke ich an Driver, während ich an der Beta zu The Crew sitze? Wieso kommen mir die nostalgischen Erinnerungen an große Städte, fürchterliches Aquaplaning und ein finaler Auftrag der mich in meine Videospielalbträume verfolgt? Vielleicht liegt es am Konzept von Ivory Towers Open World-Racer, der eben nicht spezielle Rennen, sondern das Fahren selbst in den Vordergrund rückt. Vielleicht liegt es aber auch an Ubisoft Reflections, einst Schöpfer von meiner liebsten Auto-Videospielreihe, die die Patenschaft für die Debüt-Entwicklung des französischen Studios übernommen haben. Ich war zumindest sehr gespannt, ob meine so aus der Nostalgie generierten Erwartungen von The Crew erfüllt werden können.
Der Trend bei Ubisoft hin zur reinen Online-Erfahrung zeigt sich vor allem in diesem Jahr. Watch_Dogs machte den Anfang mit seiner beinahe nahtlosen Verknüpfung aus Kampagne und plötzlich einkehrenden Mehrspielerfunktionen, auch Assassin´s Creed Unity ging mit seinen offen in der Spielwelt integrierten Koop-Missionen diesen Weg. The Crew geht nun noch weiter und stellt bereits vor seinem Launch klar, dass es sich um ein MMO-Spiel mit Singleplayerkampagne handeln wird. Als Fahrer einer Crew absolviert man in den Vereinigten Staaten von Amerika sowohl illegale Autorennen um die Ehre, als auch Flucht- und Verfolgungsmissionen typischer Driver-Manier. Zusätzlich sollen auf der gewaltigen Karte diverse Herausforderungen für Motivation sorgen und mit einem tiefgründigen Rollenspielsystem will man beweisen, dass einiges unter der Haube von The Crew steckt. Viele Elemente, denen ich in meiner Betaphase auf den Zahn zu fühlen versuche.

Flubber ist kein guter Treibstoff
Die Beta startet, erklärt mir dabei, was ich in den wenigen Tagen zu sehen bekomme, und schon sitze ich an Steuer eines roten Pick-Up, verfolgt von einer heulenden Meute aus Polizeisirenen. Ein unvermittelter Start als Staatsfeind Nummer Eins – ich werde in wohl sicher nicht das letzte Mal von einem Dejávù-Erlebnis schreiben. Über Stock und Stein geht es, Straßen braucht auf der Flucht schließlich niemand. „Ich bin schlecht“, flüstert mir hier das Spiel leise zu. Fern von der ziemlich schwammigen Steuerung auf dem seifigen Untergrund der Weizenfelder sind es vor allem die Sprünge, die mich wie ein wenig entgeistern. Bei kleinsten Hügeln verliert mein Pick-Up schnell die Bodenhaftung und ich verliere die Kontrolle über das Fahrzeug. Und als wäre es nicht schlimm genug, dass ich auf meiner Flucht die Ernte von hart schuftenden Landwirten vernichte, wandert nun auch Telefonieren am Steuer auf meine Fahndungsliste. Ein Mann namens Dayton braucht meine Hilfe in Detroit. Kein Problem, nur kurz die Bullen abgeschüttelt und ab geht es nach Motown!
 Autor:
Sascha P. Ritter
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